Irène Hänni
Gedanken in Form von Text oder Bild faszinieren mich. Ich habe mich vor vielen Jahren mit Philosophie und Sprachforschung beschäftigt, mit der Entstehung der Zahlen und der Schrift. Auch die Kommunikation an sich sowohl in der Kunst wie auch im Alltäglichen ist ein Feld, das mich immer wieder inspiriert.
Wie funktioniert das Verstehen, wie denken wir. Warum kann dasselbe Vorkommnis, dieselbe Tatsache unterschiedlich wahrgenommen und interpretiert werden? Warum kann dasselbe Bild für unterschiedliche Betrachter Unterschiedliches bedeuten?
Ein zeitgemässes Arbeitsinstrument, um solche Fragen zu bearbeiten, ist für mich der Computer. Allerdings nicht im reinen Einsatz als Maschine, sondern durch manuelle Steuerung. Mich interessiert nicht primär die Programmierung von Vorgängen und das sich daraus ergebende Resultat. Sondern ich erforsche mit der Maschine durch meine individuellen Entscheide gesteuert das Feld ihres Einsatzes. Der Zufall ist immer ein Teil des Prozesses. Die Grundlage dieses Schaffens bildet allerdings immer ein logisches Gerüst, ein Konzept.
Irène Hänni, Juli 2011