ab 2008
Anlässlich einer Reise durch China im Frühling 2008 sind Fotografien entstanden, die ich in den neueren Arbeiten hinter- und ineinander schichte. Es kommen Diagonalen vor, die den Eindruck von Weichen erwecken. Ein Land am Scheideweg! Diese stark verschachtelten Bilder werden auf Leinwand gedruckt und ergänzt mit einem Ausschnitt eines Fersehbildes, auf dem man nichts mehr erkennen kann ausser fliessende oder sich in Linien auflösende Flecken. Fernsehen ist für mich in erster Linie ein grosses Desinformations-Medium - vor allem in den Händen eines diktatorischen Regimes.
Die Arbeiten zeigen also einerseits die durch mich subjektiv wahrgenommene Realität (die Fotografie) und lassen durch die Verschachtelung dieses Zeitdokuments die Vielschichtigkeit der Interpretationsmöglichkeiten erahnen. Andererseits zeigen sie ein Fernseh-Bild, das durch "Verfremdung" mittels der Fotokamera unkenntlich gemacht wurde. TV-Bilder sind immer beeinflusst durch Akustik und Schnitt; jedes dieser Bilder ist somit in gewissem Sinne manipuliert. Erst durch den Betrachter auch der Ferseh-Bilder in meinen Arbeiten wird der kommunikative Prozess vollendet, indem der Betrachter meine Bild- und Zeichensprache mit seinen eigenen Bildern ergänzt und wertet.